Selbsthilfewerkstatt

Reparaturkosten sparen in einer Selbsthilfewerkstatt

Autofahren wird immer teurer, das Benzin ist teuer, die Werkstattlöhne steigen, Versicherungen werden auch teurer. Wo kann man noch sparen?
Man kann bei einfachen Arbeiten in eine Selbsthilfewerkstatt fahren und dort die Reparatur selbst durchführen. Im Vergleich zu einer Reparatur in einer Fachwerkstatt spart dies deutlich Arbeitskosten.

Was ist denn überhaupt eine Selbsthilfewerkstatt?

Selbsthilfewerkstätten haben immer noch das Image einer öligen und unaufgeräumten Hinterhofwerkstatt.
Schon das Wort "Selbsthilfe" hat noch was unbeholfenes, unprofessionelles an sich.
Ein Besuch in einer Selbsthilfewerkstatt zeigt aber, dass diese Image nicht mehr aktuell ist.
Heutzutage sind diese Werkstätten modern mit aktuellen Werkzeugen ausgestattet. Auch hier findet man Hebebühnen, Schlagschrauber und Spezialwerkzeug der verschiedensten Autohersteller. Zudem steht einem bei Zweifeln der Betreiber zur Seite der selbst vom Fach ist.
Das Sparpotential fängt schon bei dem einfach Reifenwechsel an, rauf auf die Hebebühne, alte Räder runter und neue drauf. Das sollte in einer halben Stunde von jedem zu schaffen sein. Die Hebenbühne kostet pro Stunde um die fünf Euro, eine halbe Stunde also um die 2,5 Euro, dazu noch 50 Cent für den Schlagschrauber macht dann Kosten für den Räderwechsel von 3 Euro. In einer Vertragswerkstatt hätte dies 15 Euro gekostet, was eine Ersparnis von 12 Euro ausmacht.
Dies ist nur eine kleine Kostenrechnung, bei der man sieht, dass das Sparpotential enorm ist. Je teurer die Reparatur in einer Fachwerkstatt wäre, desto höher ist das sparpotential.

Wo oder wie finde ich eine Selbsthilfewerkstatt?

Schauen Sie doch mal auf unserer Seite nach, geben Sie auf der Startseite oder der erweiterten Suche den Begriff "Selbsthilfe" nach. Oder nehmen Sie Ihre Gelben Seiten und suchen unter "Autowerkstätten".

Woher weiß ich, wie ich etwas reparieren kann?

Auch hier können wir wieder auf die beliebten Selbsthilfebücher verweisen, die einem genau vorgeben, wie man gewisse Arbeiten am Auto erledigt. Hier gibts nähere Infos zu den Selbsthilfebüchern.

Welches Werkzeug sollte ich mitbringen?

Der Kauf von Spezialwerkzeug ist zu teuer, der Kauf lohnt sich für normale Autofahrer nicht. Eine Basisausstattung sollte man aber schon besitzen und auch mit in die Selbsthilfewerkstatt nehmen, denn Werkzeug kostet dort Miete. Zur Basisausstattung gehören Schraubenschlüssel, Steckschlüssel, Schraubendreher und Inbusse in den gängisten Größen.

Welches Werkzeug hat die Selbsthilfewerkstatt?

Eine oder mehrere Hebebühnen sind meist vorhanden, dazu kommen Schweißgeräte, Schlagschrauber, Werkzeuge in Sondergrößen und fahrzeugspezifische Spezialwerkzeuge. Wenn Ihnen schon vorher bekannt ist, welches Werkzeug Sie benötigen (z.B. durch ein Selbsthilfebuch) fragen Sie vor Arbeitsbeginn sicherheitshalber nach, ob das Werkzeug vorhanden ist.


Wer hilft bei schwierigen Reparaturen?

Der Werkstattbetreiber ist meist vom Fach, entweder ist er Kfz-Meister oder zumindest Geselle. Wer dort nach Hilfe fragt, bekommt sie meist auch. Diese Hilfe kann natürlich auch Geld kosten, wobei aber die Kosten bestimmt geringer ausfallen als in der Fachwerkstatt.

Wo kriege ich die Ersatzteile her?

Bei manchen Teilen, die wenig verschleissen, kann man beim örtlichen Verwerter nachfragen. Ansonsten findet man die gängigen Teile im Zubehörhandel oder im Internet.
Sollte das Teil dort überall nicht erhältlich sein, so kauft man eben beim Vertragshändler.
Achtung: Sicherheitsrelevante Teile (Bremsen, usw.) sollten weder als Gebrauchtteil noch als "billiger Chinaimport" im Internet gekauft werden.
Hier gibts nähere Infos über Ersatzteile

Welche Fehler kann ich machen?

Natürlich kann auch viel verkehrt gemacht werden, das kann man aber leicht vermeiden. Wer kein Selbsthilfebuch zur Hand hat und sich nicht sicher ist, der soll sich seine Unkenntnis eingestehen und um Hilfe bitten. Damit gibt man sich keine Blösse, man kann nun einmal nicht alles wissen und auch nicht alles können.
Nur sollte man sein Auto nicht noch mehr quot;kaputt reparierenquot;. Die Folge wäre, dass man dann doch in die Fachwerkstatt, wo man dann auch die neuen Schäden reparieren muss.
Nochmals der Aufruf: Als Laie Finger weg von wichtigen Teilen wie Bremsen und Airbags!

Wer haftet bei Schäden in einer Selbsthilfewerkstatt?

Wer bei der Reparatur Mist baut, muss für Folgekosten geradestehen. Für den eigenen Murks kann man anderen keine Schuld zuweisen. Oft stehen die Geschäftsbedingungen auf einem Plakat, wo eine Haftung für selbst durchgeführte Arbeiten ausgeschlossen wird.
Für die Ersatzteile gilt die gesetzliche Garantie, ausser für Gebrauchtware. Bei Neuware darf der Defekt nicht an einem fehlerhaften Einbau liegen, sonst gibt es auch dort keine Garantie.

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