Allgemeine Reifeninfos

Zu den Reifentests: Winterreifen / Sommerreifen

Der einzige Kontakt zwischen Auto und Straße sind die Reifen.
Bei Reifen sollte man die Devise "Geiz ist geil" nicht allzu genau nehmen.
Zwischen einem Billigreifen und einem Markenreifen ist der Qualitätsunterschied immer spürbar. Daher sollte man hier nicht am falschen Ende sparen.
Günstige Markenreifen ohne Portokosten findet man hier in unserem Partnershop. Die Preisersparnisse zum Einzelhandel liegen im Schnitt bei 25%, so kann man auch bei Markenreifen richtig gutes Geld sparen.
Gebrauchte Reifen sind immer ein Risiko, man weiß nie, wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist und welche Schäden in der Karkasse verborgen sind.

Ein besonderer Blick ist auf die DOT zu richten, sie gibt an, wann der Reifen produziert wurde.
Finger weg von Reifen mit einer dreistellingen DOT, der Reifen ist dann aus dem letzten Jahrtausend und mindestens zehn Jahre alt.
Die DOT ist wie folgt aufgebaut: z.B. 4206, der Reifen wurde in der 42ten Kalenderwoche im Jahr 2006 hergestellt. Die ersten beiden Ziffern benennen die Produktionswoche und die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr.
Die Abkürzung DOT steht für Department of Transportation, das ist das amerikanischer Verkehrsministerium, welches die Kennzeichnung eingeführt hat.

Werkstattcheck empfiehlt immer zum Kauf von Neureifen.

Reifen sollten nicht älter als sechs Jahre sein, weil sonst das Gummi porös wird, die Gefahr eines Reifenplatzers steigt und die Haftung nachlässt.


Reifen unterscheiden sich nicht nur in Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser, sondern auch in Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsklassen. Beim Kauf eines neuen Reifen müssen Sie ebenfalls darauf achten, dass der Reifen auch für die maximale Geschwindigkeit und das Gewicht Ihres Autos ausgelegt ist.

Reifenbezeichnung Übersicht

Hier eine Übersicht, welche Geschwindigkeiten und Tragfähigkeiten sich hinter den Abkürzungen verbergen.

Der Tragfähigkeitsindex:


Der Loadindex darf nicht unterschritten werden, eine höhere Tragfähigkeitskennzahl ist bedenkenlos zulässig.
Loadindex maximale Tragfähigkeit Loadindex maximale Tragfähigkeit
72 355 kg 91 615 kg
73 365 kg 92 630 kg
74 375 kg 93 650 kg
75 387 kg 94 670 kg
76 400 kg 95 690 kg
77 412 kg 96 710 kg
78 425 kg 97 730 kg
79 437 kg 98 750 kg
80 450 kg 99 775 kg
81 462 kg 100 800 kg
82 475 kg 101 825 kg
83 487 kg 102 850 kg
84 500 kg 103 875 kg
85 512 kg 104 900 kg
86 530 kg 105 925 kg
87 545 kg 106 950 kg
88 560 kg 107 975 kg
89 580 kg 108 1000 kg
90 600 kg 109 1030kg
- - 110 1060 kg

Der Geschwindigkeitsindex:


Der im Zulassungsbescheid eingetragene Geschwindigkeitsindex darf bei Sommerreifen nicht unterschritten werden. Ein höherer Index ist auch hier erlaubt.
A bis 40 km/h
B bis 50 km/h
E bis 70 km/h
F bis 80 km/h
G bis 90 km/h
J bis 100 km/h
K bis 110 km/h
L bis 120 km/h
M bis 130 km/h
N bis 140 km/h
P bis 150 km/h
Q bis 160 km/h
R bis 170 km/h
S bis 180 km/h
T bis 190 km/h
H bis 210 km/h
V bis 240 km/h
W bis 270 km/h
Y bis 300 km/h
ZR (alte Bezeichnung) über 240 km/h

Winterreifen

Winterreifen Winterreifen sind anders beschaffen als Sommerreifen.
Die Gummimischung ist weicher und greift daher besser. Dafür nutzen sich Winterreifen in der Regel aber auch schneller ab.
Ein weiterer Vorteil der weichen Mischung ist der kürzere Bremsweg auf trockener Fahrbahn.
Tiefe Lamellen, welche in das Profil eingeschnitten sind, ergeben eine Vielzahl von Griffkanten, die im Schnee bessere Beschleunigungs- und auch Verzögerungswerte ermöglichen.
Winterreifen erkennt man an dem Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke, die Kennzeichung M+S reicht übrigens nicht aus.
Die Meinung, dass Winterreifen laut sind, ist genau so falsch, wie die Behauptung, dass sie einen geringen Fahrkomfort bieten.
Auch der Mehrverbrauch, der früher mal nachgewiesen war, ist inzwischen nicht mehr gegeben. Moderne Winterreifen haben einen gleichwertigen Rollwiderstand wie Sommerreifen.
Aus Sicherheitsgründen sollte man Winterreifen schon mit 4mm erneuern, auch wenn hier die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6mm ebenfalls gilt.
Hier sehen sie ADAC-Testergebnisse von Winterreifen in verschiendenen Größen.
Und hier die Testergebnisse für Sommerreifen

Neue S-Kennzeichnung bei Pkw-Reifen
Seit dem 01. Oktober 2009 gilt eine neu EU-Vorgabe von Geräuschgrenzwerten für Reifen.
Die Richtlinie ECE-R 117 regelt Grenzwerte für das Abroll-Geräusch von Reifen.
Reifen, die diesen Grenzwert erfüllen, tragen als Kennzeichen ein "S" = Sound auf der Reifenflanke.
Reifen, die nach einer bestimmten Frist, die vorgegebenen Werte nicht erfüllen, dürfen nicht mehr im Handel verkauft werden.
Für folgende Reifengrößen gelten diese festgesetzten Termine:

  • für Pkw-Reifen mit einer Reifenbreite bis 185 Millimeter der 1. Oktober 2009
  • für Pkw-Reifen mit einer Breite von 185 bis 215 Millimeter der 1. Oktober 2010
  • und für Pkw-Reifen mit einer Breite über 215 Millimeter der 1. Oktober 2011

Effizienzkennzeichung
Wie bei Glühbirnen und Haushaltsgeräten gibt es ab November 2012 auch bei Reifen eine gesetzlich vorgeschriebene Übersicht für deren Energieeffizienz.
Die Übersicht ist in sieben Klassen unterteilt, von A bis G, wobei A die beste Klasse darstellt.
Vor dem o.g. Stichtag ist die Kennzeichnung durch den Reifenhersteller freiwillig.
Das Label ist in drei Bereiche eingeteilt, das Symbol oben links mit der Tanksäule gibt logischerweise den Spritverbrauch und damit auch indirekt den Rollwiderstand an.
Das Symbol oben rechts (Regen) spiegelt das Verhalten des Reifens bei Nässe wieder (Bremsweg, Handling, Aquaplaning).
Der unterste Wert nennt die Lautstärke des Reifens (Abrollgeräusch bei 80km/h) in der pysikalischen Größe Dezibel. Eine Erhöhung des Werts um 10db stellt eine Verdopplung der Lautstärke dar. Leise Reifen haben um 60db, laute Reifen 75db.
Energieeffizienzlabel Reifen   

Ähnlich Seiten:
- TESTERGEBNISSE WINTERREIFEN
- TESTERGEBNISSE SOMMERREIFEN