Tipps zum Kraftstoff sparen

Anzeige Benzinpreise
Die Benzinpreise explodieren nahezu, jede Woche werden neue Rekordpreise veröffentlicht. Anfang Juli 2008 stieg der Preis für ein Liter Benzin erstmalig über 1,60 Euro. Ein Ende der Preiserhöhungen ist nicht in Sicht.
Anfang 2001 betrug der Dieselpreis noch circa 80 Cent, 2006 waren es schon 1,15 Euro.
Wenn Sie die folgenden einfachen Tipps beherzigen, werden Sie feststellen, wie Ihr Kraftstoffverbrauch sinkt.
Wer bislang "normal" gefahren ist, kann seine Spritkosten bis zu 25% senken.
Kraftstoff sparen heißt nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen.
Sparen Sie ab jetzt!
 

Sie können auf zwei Arten Sprit sparen, zum einen durch Ändern Ihrer Fahrweise und zum anderen mit technischen Möglichkeiten.

Sparsame Fahrweise:

1. Den Motor nicht unötig laufen lassen

  • Den Motor warmlaufen lassen ist unsinnig und kostet nur Benzin. Der Motor erzeugt im Leerlauf wenig Wärme, wer also schnell ein warmes Auto haben möchte, sollte direkt einsteigen, losfahren und die Heizung auslassen, bis sich der Zeiger für die Kühltemperatur sichtbar bewegt. Ab dann kann das Auto auch Wärme für die Heizung abgeben.
  • Stellen Sie den Motor bei Wartezeiten von mehr als einer Minute ab. Das Starten des Motors kostet nicht soviel Benzin, wie immer behauptet wird. Abschalten lohnt sich!
  • Gehen Sie kurze Strecken zu Fuß. Müssen Sie zum Brötchen holen wirklich das Auto benutzen? Auch hier kann man viel Kraftstoff sparen. Auf solchen Kurzstrecken liegt der Durchschnittsverbrauch von Kleinwagen bei über 20 Liter!

2. Vermeiden Sie das Gaspedal voll durchzutreten

Damit sich das Auto in Bewegung setzt, muss man nicht viel Gas geben. Eine Drehzahl von knapp über der Leerlaufdrehzahl ist ausreichend.
Zum zügigen Beschleunigen reichen dreiviertel vom Vollgas.

3. Schalten Sie schnell hoch!

Fahren Sie die Gänge nicht aus.
Schalten Sie nach dem Anfahren schnell in den zweiten Gang. Nutzen Sie in der Stadt bei Tempo 30 den dritten Gang, Tempo 40 den vierten und Tempo 50 schon den fünften Gang.
Hochtouriges Fahren kostet am meisten Benzin.
Wer früher in den nächsten Gang schaltet, spart mehr Kraftstoff.

4. Schalten Sie spät zurück!

Schalten Sie erst zurück, wenn der Motor anfängt zu ruckeln.

5. Gleichmäßig und gelassen fahren und mal rollen lassen

Fahren Sie mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit. Dadurch werden Sie genauso schnell am Ziel sein, wie jemand der ständig Gas gibt und bremsen muss.
Im Schubmodus, braucht der Wagen kein Benzin! Wenn Sie in absehbarer Zeit bremsen müssen, nehmen Sie nur den Fuß vom Gas und lassen den Wagen mit eingekuppeltem Gang weiter rollen, das verbraucht kein Benzin.

6. Fahren Sie vorausschauend

Wenn Sie immer ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, können Sie kurzfristige Temposchwankungen durch bloßes Gas wegnehmen abfangen. So können Sie noch im Schubmodus rollen, während andere schon bremsen mußten. Im besten Fall müssen Sie nicht wieder aus dem Stand beschleunigen, sondern bleiben komplett in Bewegung.

7. Wenn möglich, meiden Sie den Berufsverkehr

Falls Sie es einrichten können, dann fahren Sie zu verkehrsschwächeren Zeiten, das ständige Sto-and-go des Berufsverkehrs kostet mehr Benzin.
Man muss nicht so oft anhalten und beschleunigen und spart die eine oder andere rote Ampelphase.

Technische Möglichkeiten zum Sprit sparen:

1. Regelmäßige Wartungen

Technische Defekte und Verschleiß können den Spritverbrauch erhöhen. Nur die regelmäßige Wartung durch einen Fachmann läßt Mängel erkennen und beheben.
Beispielsweise erschweren verdreckte Luftfilter oder verrußte Drosselklappen die optimale Luftzufuhr zum Motor und zwingen ihn so, mehr Benzin einzuspritzen, um den Leistungsverlust auszugleichen.

2. Hochwertige Leichtlauföle

Leichtlauföle der neusten Generation verringern den Reibungswiderstand im Motor und weniger Reibung heißt weniger Benzinverbrauch. Auch die Kaltlaufeigenschaften werden mit diesen Ölen verbessert, kaltes Öl ist dickflüssiger und schmiert nicht optimal. Diese Öle sind auch im kalten Zustand sehr dünnflüssig und bieten sofort verbesserte Schmierleistung.
Achten Sie auf die Herstellerfreigaben.
Es werden teure Öladditive angeboten, die angeblich die Reibung im Motor senken soll und man könne mit ihnen Krafststoff sparen. Experten haben diese Mittel getestet und festgestellt, dass sie das Geld nicht wert sind.

3. Verringern Sie das Fahrzeuggewicht

Je schwerer das Auto, desto mehr Energie wird benötigt, um es fortzubewegen.
Achten Sie darauf, dass Sie keinen unnötigen Ballast im Auto haben.
Schon ein zusätzliches Gewicht von 100 Kilogramm steigert z.B. bei einem Golf den Spritverbrauch um bis zu 0,3l/100km.

4. Bauen Sie Aufbauten ab

Demontieren Sie Aufbauten wie z.B. Dachboxen oder Fahrradträger, wenn diese nicht benötigt werden.
Solche Aufbauten erhöhen den cw-Wert (Luftwiderstandsbeiwert) und damit auch den Benzinverbrauch.
Bis zu 2 Liter Sprit pro 100km kosten die Aufbauten, wenn sie ständig montiert sind!

5. Optimieren Sie den Luftdruck Ihrer Reifen

Ein zu geringer Luftdruck vergrößert die Kontaktfläche zwischen Reifen und Straße, da der Reifen in die Breite gedrückt wird.
Damit erhöht sich auch der Rollwiderstand und auch der Benzinverbrauch.
Prüfen Sie daher alle zwei Monate Ihren Luftdruck (im kalten Reifen).
Es wird sogar empfohlen, den vom Hersteller empfohlenen Luftdruck um 0,1 bis 0,2 bar zu überschreiten. Dies vermindert zwar unwesentlich den Fahrkomfort, senkt aber den Benzinverbrauch.

6. Schalten Sie elektronische Geräte ab

Elektronische Geräte im Auto verbrauchen indirekt über die Lichtmaschine Benzin.
Vor allem die Klimaanlage ist ein Spritfresser, eingeschaltet verbraucht sie zusätzlich circa 0,6 Liter auf 100 Kilometer oder umgerechnet 1,5 Liter pro Betriebsstunde.
Entlasten Sie Ihre Klimaanlage, starten Sie Ihre Fahrt kurz mit geöffnetem Fenster und schalten Sie erst dann die Klimaanlage ein.
Auch die Sitzheizung schlägt mit 0,4L Liter Mehrverbrauch pro Betriebsstunde zu Buche.

7. Chiptuning (?)

Modernes Chiptuning soll angeblich nicht nur die Leistung steigern, sondern auch den Verbrauch senken.
Die elektronischen Bausätze greifen in die Motorsteuerung ein und optimieren meist die Zündabläufe.
Wenn Sie Chiptuning durchführen wollen, achten Sie auf Markenqualität. Billiges Chiptuning kann den Motor beschädigen.
Sogenanntes "Resistor-Tuning", wie es für ein paar Euro bei Ebay erhältlich ist, ist untauglich.

An den hohen Benzinpreisen können Sie nichts ändern, aber es liegt an Ihnen, dass Sie den Verbrauch senken und auf diese Art und Weise Geld sparen. 

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