Kosten bei einer Inspektion sparen

Um ein scheckheftgepflegtes Auto zu haben, muss man bei den Inspektionen in der Vertragswerkstatt oft tief in die Tasche greifen.
Es gibt jedoch ein paar Tricks, wie man die Inspektionskosten niedrig halten kann.
Der Großteil der Inspektionskosten wird von teuren Motorölen und Ersatzteilen ausgemacht. Wer allerdings Kleinigkeiten selbst vorab erledigt, der kann bei der Inspektion sparen.
Vorweg sei gesagt, dass Arbeiten an Bremsen, Fahrwerk, Airbags und Elektronik nur von Fachkräften durchgeführt werden dürfen. Also Finger weg, auch wenn Sie sich dort Arbeiten zutrauen. Es geht dort um Ihre Sicherheit, die Ihnen ruhig ein paar Euro wert sein sollte.
Andere Arbeiten können Autofahrer durchaus selbst anpacken.

Motoröl selbst zur Inspektion anliefern

ÖlkanisterDie Kosten einer kleinen Inspektion liegen nicht selten zwischen 200 und 300 Euro. Dabei wurden nur ein Ölwechsel durchgeführt und ein paar Sichtkontrollen gemacht.
Schauen Sie mal selbst in Ihr Serviceheft, dort wird bei den meisten Autoherstellern aufgelistet, welche Arbeiten bei welcher Inspektion durchgeführt werden.
Leider sind die Inspektionen in der Garantiezeit notwendig, um nicht die Garantie zu verlieren. Nur vorschriftsmäßig gewartete Autos können im Schadensfall Garantieansprüche stellen.
 
Zurück zur kleinen Inspektion, schauen Sie mal auf die letzte Rechnung, was dort der größte Kostenfaktor war. Bestimmt das Motoröl, oder?
Wenn man sich den Preis anschaut, könnte man meinen, dass flüssiges Gold im Motor läuft. Oftmals kostet ein Liter über 20 Euro, das geht jedoch deutlich günstiger.
Schauen Sie wieder in Ihr Bordbuch, welches Öl Ihr Motor benötigt (z.B. 5W40), dieser Wert gibt die Viskosität des Motoröls an und zeigt, wie flüssig es ist und wie schnell es den Motor bei Kälte schmiert. Dieser Wert sollte eingehalten werden, kann aber durch höherwertiges Öl ersetzt werden (z.B. 0W30). Je besser das Öl, desto teurer wird es natürlich. Angeblich soll besonders hochwertiges Öl auch den Benzinverbrauch senken, das ist aber im normalen Betrieb kaum feststellbar.
Ein weiterer Wert, auf dem Sie beim Ölkauf unbedingt achten müssen, ist die Herstellerfreigabe (z.B. VW505.00 für VW-Fahrzeuge oder MB229.5 für Mercedes). Nur wenn ein Öl eine Freigabe für einen Autohersteller hat, erfüllt es die Ansprüche, um auch die Garantie fortzuführen. Bei einem falschen Motoröl kann die Garantie erlöschen!
Um nun Geld zu sparen, können Sie nun das richtige Motoröl vor der Inspektion kaufen und mit zur Inspektion geben. Sollte es die richtige Freigabe haben, wird ein gutes Autohaus sich nicht weigern, die Inspektion mit Ihrem Motoröl durchzuführen. Lassen Sie sich auf dem Inspektionsauftrag vermerken, dass Sie ein Öl angeliefert haben, welches die Herstellerfreigabe hat.
Die Kostenersparnis beim Motoröl kann bis zu 75 Prozent betragen, es ist schon ein Unterschied, ob man nun 130 Euro für das Öl bezahlt oder 50 Euro.

Bei den Ersatzteilen sparen

Bei mitgebrachten Ersatzteilen sind die Werkstätten deutlich penibler als bei dem Motoröl.
Bevor Sie mit Ihren Ersatzteilen bei der Inspektion auftauchen, sollten Sie vorher auf jeden Fall abklären, ob das Autohaus dies zuläßt.
Die Teilenummern für die meisten Teile kann man in diversen Kfz-Foren erfragen. Wenn Sie die richtige Nummer haben, schauen Sie doch mal im Internet, was das Teil dort kostet. In der Regel wird es dort günstiger als beim Vertragshändler sein.

Achten Sie aber auf Erstausrüsterqualität! Chinaware ist zwar preisgünstig, erreicht aber nur selten deutschen Standard.

 

Lesen Sie hier weitere Infos zu Ersatzteilen
Falls Ihre Werkstatt fremde Ersatzteile ablehnt, schauen Sie doch einfach, ob sie das Ersatzteil nicht selbst austauschen können.
Viele Arbeiten können mit dem richtigen Werkzeugen auch selbst durchgeführt werden. Wie man Teile aus- und einbaut kann man in fahrzeugspezifischen Selbsthilfebüchern nachlesen.

Kosten beim Arbeitslohn sparen

Vergleichen Sie die Stundenlöhne von mehreren Werkstätten/Autohäusern, es gibt dort Unterschiede.
Viele Autohäuser bieten Festpreise für den Arbeitslohn an, solche sind meist fair für den Käufer kalkuliert.
Die Autohäuser kämpfen heutzutage um jeden Kunden, da die Moral bezügliche regelmäßigen Inspektionen beim Kunden stark gefallen ist.

Dinge, die Sie selbst im Vorfeld der Inspektion prüfen können:

  • Licht:
    Am besten alle Lampen zu zweit kontrollieren. Defekte Lampen lassen sich auch vom Laien ersetzen (Ausnahme: Xenonbrenner). Ist der Scheinwerfer verstellt, muss man zum Fachmann.
  • Scheibenwischer:
    Gummilippen dürfen nicht eingerissen und/oder spröde sein. Neue Wischer gibt es im Zubehörhandel.
    Tipp: Vor dem Austausch die Lippe mit einem nassen Lappen reinigen, dies kann auch schon helfen, die Wischleistung zu verbessern.
  • Waschanlage:
    Genug Waschwasser vorhanden? Ist Frostschutz in dem Waschwasser?
  • Türen und Hauben:
    Scharniere reinigen und schmieren, es sollte nichts mehr quietschen.
  • Reifen:
    Reifendruck und Profil kontrollieren. Der richtige Luftdruck steht im Bordbuch. Die Profiltiefe sollte bei Winterreifen vier Millimeter und bei Sommerreifen 1,6 mm (=gesetzliche Mindestprofiltiefe) betragen.
  • Motoröl:
    Menge mit Peilstab am Motor messen. Für den Wechsel von Filter und Öl ist eine Rampe, Hebebühne oder Grube erforderlich. Altöl gehört nicht in den Hausmüll und muss vorschriftsmäßig entsorgt werden.
  • Zündkerzen:
    Geeignete Zündkerzen gibt es im Zubehörhandel. Vorsicht beim Lösen, Abbruchgefahr! Beim Anziehen: Drehmoment beachten.
  • Luftfilter:
    Kann eigentlich jeder Wechseln, der Luftfilterkasten ist meist gut zugängig und mit wenigen Schrauben zu öffnen. Alte Filtereinheit raus, neue rein. Filter gibts auch im Zubehörhandel.
  • Auspuffanlage:
    Auspuff darf nicht schief oder runter hängen. Löcher im Auspuff hört man in der Regel wenn der Motor läuft.
  • Kühlmittel:
    Prüftgerät kostet etwa 7 Euro im Zubehörhandel. Der Frostschutz sollte mindestens minus 25 Grad Celsius betragen.
  • Batterie:
    Besitzt sie Wartungsstopfen, dann den Flüssigkeitsstand kontrollieren. Gegebenfalls mit destilliertem Wasser auffüllen, bis die Bleiplatten circa einen Zentimeter bedeckt sind. Neuere Batterien sind wartungsfrei.
  • Zubehör:
    Verfallsdatum und Vollständigkeit des Verbandkastens prüfen. Noch genug Druck auf dem Ersatzrad? Ist das Pannendichtmittels noch nicht abgelaufen?

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