Insekten vom Auto entfernen

Eine Vielzahl von Insekten und anderen Tieren kann ein Auto verdrecken, ja sogar beschädigen.
Jeder Autofahrer kennt die üblichen Verschmutzungen durch Vogelkot und an der Stoßstange festklebenden Insekten. Aber auch kleine Tiere wie Milben und Läusen können dem Auto unangenehm zusetzen.
Nichts ist ärgerlicher, als wenn das Auto sofort nach einer Wäsche wieder verdreckt wird. Gerade im Frühjahr und Sommer sind viele potenzielle "Schmutzfinken" unterwegs. Lesen Sie hier, wie Sie diese Art von Verschmutzungen wieder von Ihrem Pkw entfernen können.

Vogelkot:

Vor Vogelkot kann man sein Auto langfristig nicht schützen. Ein Carport oder eine Garage sind zwar ein guter Schutz auf dem eigenen Grundstück, doch auf einem öffentlichen Parkplatz kann es jedes Auto treffen. So lange der Kot noch feucht ist, kann er nahezu mühelos mit einem Lappen entfernt werden. Wenn er erstmal eingetrocknet ist, versuchen Sie den Kot wieder feucht zu machen und dann zu entfernen. Hartnäckiger Dreck muss mit Lackreiniger und Politur entfernt werden. Lassen Sie Vogelkot nicht wochenlang auf Ihrem Pkw, er kann den Lack angreifen.

Mücken und Fliegenkadaver:

Gerade die Vielfahrer unter Ihnen kennen diesen Problem besonders gut. Tote Mücken und Fliegen kleben hartnäckig an Ihrer Stoßstange, der Motorhaube und der Windschutzscheibe.

Fliegen, Mücken und Insektensekrete sind sehr aggressiv und können sich schnell in den Lack einfressen, daher sollte man diese schnellstmöglich entfernen. Besonders hartnäckig werden sie, wenn man das Auto in der Sonne stehen lässt. Ein günstiger Tipp zum Entfernen der Insektenreste lautet wie folgt: Legen Sie Abends eine durchnässte Tageszeitung auf die betroffenen Stellen und lassen Sie die Zeitung über Nacht dort liegen, das weicht die Insekten auf. Am nächsten Tag entfernen Sie die Zeitung und wischen Sie die Insekten mit einem weichen Schwamm, Wasser und etwas Autoshampoo weg. Ein Großteil solche Insektenreste sollte sich damit entfernen lassen. Hartnäckige Fälle lassen sich mit solch einem Insektenschwamm entfernen, den man für kleines Geld im Zubehör kaufen kann.
Wer möchte, kann natürlich auch einen chemischen Insektenentferner benutzen.

tote Insekten auf Motorhaube  


Baumläuse:

Wenn Sie kein Carport oder eine Garage besitzen, stellen Sie Ihren Pkw öfters im Freien ab. Parken Sie gerne unter einem Baum, damit es nicht so warm in Ihrem Auto wird?
Bäume sind Lebensräume für Klein- und Kleinsttiere, dazu gehören auch Läuse. Läuse und andere an Pflanzen saugenden Insekten scheiden eine zuckerreiche Masse aus, die sich Honigtau nennt. Von der Konsistenz ist dies richtigem Honig ähnlich und klebt daher auch genauso gut. Überall wo Blätter sind können sich auch Läuse befinden, vermeiden Sie es daher unter Bäumen zu parken. So vermeiden Sie das Risiko, dass Ihr Pkw mit dieser klebrigen Masse benetzt wird. Ist es schon zu spät, können Sie den Honigtau normalerweise in einer Waschstraße entfernen, solange er noch nicht eingebrannt ist. Sollte dies der Fall sein, so wird der Honigtau so hart wie hart und ist nicht mehr durch eine einfach Wäsche zu entfernen. Dann müssen sie selber Hand anlegen und einen Lackreiniger verwenden. Wenn Sie den Honigtau auf Ihrer Windschutzscheibe kleben haben, vermeiden Sie es den Scheibenwischer zu benutzen. Dieser verklebt dadurch sehr schnell und verliert deutlich an Wischkraft.

Milben:

Auch wenn man es nicht sieht, der Innenraum ist durch Milben verunreinigt. Milben sind so klein, dass man sie mit dem bloßem Auge nicht erkennen kann. Sie leben unerkannt in den Polstern der Autositze. Dabei sind hauptsächlich Stoffpolster und weniger Ledersitze betroffen. Milben ernähren sich von abgefallenen Hautpartikeln der Autonutzer. Die Tiere an sich sind nicht weiter tragisch, allerdings ist ihr Kot für Allergiker reizend und kann zu Hautreaktionen, Niessattakten und Asthma führen. Durch Krallen halten sich Milben hartnäckig am Polster fest, ein Aussaugen der Autositze ist daher kein geeignetes Mittel um sie zu entfernen. Hier muss chemisch gegen die Milben vorgegangen werden. Betroffene Allergiker sollten ihre Autositze jährlich professionell reinigen lassen.

Marder:

Jeder kennt ihn, manche finden ihn sogar süß, den Marder. Marder suchen warme Plätze, ein auskühlender Motor ist genau das richtige für das kleine Pelztier. Leider haben Marder die unschöne Angewohnheit Kabel, Filz und Schläuche im Motorraum an- und durchzubeißen. Besonders wenn ein anderer Marder schon in dem Motorraum seine Duftmarken hinterlassen hat, steigert sich der Marder in eine Art Blutrausch und beißt wild um sich. Die Zähne des Marders sind leider so scharf, dass Kunststoffteile und dünne Metallkabel kein Hindernis für ihn sind. Mit der Teilkasko ist man gegen Marderschäden abgesichert, allerdings bieten viele Versicherungen diesen Service nur an, wenn er im Versicherungsvertrag vorher (meist gegen einen geringern Aufpreis) auch vereinbart wurde. Kontrollieren Sie Ihren Versicherungsvertrag oder fragen Sie Ihren Versicherungsvertreter, ob sie gegen Marderbiss versichert sind. Marderbisse können große Folgeschäden an der Elektronik oder Motorkühlung nach sich ziehen, der Aufpreis bei der Versicherung ist es meist wert. Oft wird über Schutzmechanismen gegen Marder diskutiert, sei es ein Maschengitter unter dem Auto, Ultraschall, Mottenkugeln oder Hundehaare im Motorraum. Als Tauglich hat sich noch keins dieser Mittel erwiesen. Man kann daher nur hoffen, dass dem Marder ein anderes Auto besser gefällt.
 

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