Ratgeber Autoreinigung

Es ist immer schön ein sauberes und gepflegtes Auto zu haben. Leider ist der Glanz immer nur von kurzer Dauer, der nächste Regenschauer reicht, um das frisch gewaschene Auto wieder dreckig erscheinen zu lassen. Die Wasserflecken auf dem Lack und der ins Autoinnere getragene Dreck machen die zuvor liebevoll investierte Arbeit wieder zu Nichte.

Eine Autoreinigung im Innenraum als auch Außen der Lack sind nicht so schwer, wie man denkt.
Mit kleinen Tipps und den richtigen Mitteln kann man sein Auto blitzschnell wieder auffrischen.

Denn nur in einem sauberen Pkw fühlt man sich auch wohl.

Bildquelle: Peter Ehmann/aboutpixel.de 
Spiegelung auf glänzendem Lack

Ein sorgfälitg gepfleges Auto läßt sich später leichter und zu einem besseren Preis verkaufen. Eine gründliche Autoreinignung lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht.

Pkw-Exterieur

Pkw-Interieur

Lackpflege:

Die Lackpflege besteht aus zwei Teilen, der Lackreinigung und der Lackkonservierung.
Die Lackreinigung, also die Autowäsche, ist eine Grundvoraussetzung, um den Lack zu konservieren. Ist der Lack nicht gründlich sauber, so sollte man ihn nicht versiegeln, da sonst Schmutzpartikel mit eingeschlossen werden.

Teil 1: Die Autowäsche + Lackreinigung

Die Autoreinigung kann man von Hand oder in einer Waschstraße durchführen lassen.

Beides hat Vor- und Nachteile:

  • Die Handwäsche ist gründlicher, weil man in allen Ecken reinigen kann, weiterhin ist sie lackschonend, aber dafür auch sehr zeitaufwendig.
  • Eine Autowäsche in der Waschstraße geht zumindest sehr schnell, ist aber nicht so gründlich und schonend wie die Handwäsche. Wenn man sich für die Waschstraße entscheidet, sollte man sich zumindest nach textilen Waschbürsten umschauen. Die textile Wäsche verursacht auf Dauer (ab 25 Wäschen) nicht so viele Feinkratzer.

Bei der Handwäsche sollte man auf jeden Fall viel Wasser nutzen. Nur mit viel Wasser wird der Schmutz vom Auto gespült und nicht nur auf dem Lack verrieben. Wichtig ist auch das ständige Auswaschen des Schwamms und des Leders, um eben nicht mit den alten Schmutz wieder auf das Auto aufzutragen, das verursacht nämlich auch feine Kratzer.

Ebenfalls wichtig: Das Auto nicht in der prallen Sonne waschen, der Wasser trocknet auf dem heißen Lack sehr schnell und verursacht hässliche Wasserflecken.

Folgende Utensilien benötigen Sie für die Handwäsche:

  • Autoshampoo
  • Sauberer Schwamm
  • Leder zum Abledern oder mehrere Microfasertücher
  • Papiertücher zum Austrocknen der Falze
  • Einen gekröpften Malerpinsel
  • Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch
  • Zwei Eimer

Zur eigentlichen Handwäsche:
Zunächst sollte man den groben Dreck mit dem Hochdruckreiniger (oder Wasserschlauch mit Spritzdüse) entfernen. Dabei sollte man oben anfangen und sich nach unten arbeiten.

Nach der Vorreinigung mit dem Wasserstrahl wird im Eimer das Wasser mit dem Shampoo gemischt.
Den Schwamm lässt man sich im Eimer mit Wasser voll saugen und fängt dann an das Dach zu waschen.
Optimal wäre, wenn der Wasserstrahl aus dem Schlauch den Schwamm ständig bewässert, so dass der vom Schwamm abgewaschene Schmutz vom Wasser weggespült wird.
Sollte kein fließendes Wasser zur Hand sein, sollte man den Schwamm in kurzen Intervallen auswaschen und mit frischem Wasser weiter waschen.

Nach der Shampoowäsche sollte umgehend mit dem Abledern begonnen werden, das verhindert Kalkflecken.

Wenn das Dach fertig ist, kann man mit Motorhaube, Kotflügel, Kofferraumdeckel und den Türen in gleicher Weise fortfahren.
Abschließend werden die Tür- und Kofferraumfalze und die Falze im Motorraum gewaschen und mit einem Papiertuch oder mit einem separaten Leder getrocknet.
Bei den unzugänglichen Stellen empfiehlt sich die Nutzung des oben genannten Malerpinsels.
Bitte verwenden Sie für die Trocknung der Falze nie das gleiche Leder wie Sie es zuvor für den Lack verwendet haben. In den Falzen sammelt sich sehr viel Schmutz, welchen man aus dem Leder nicht wieder entfernt bekommt.

Nachdem das Auto nun gewaschen und getrocknet ist kann es versiegelt werden. Sollte der Lack nicht richtig sauber sein oder bereits verwittert sein, so kann man einen Arbeitsgang mit Lackreiniger durchführen. Der Lackreiniger wird genauso verwendet wie die Politur.

Teil 2: Die Lackversiegelung

Bevor Sie mit der Versiegelung anfangen, vergewissern Sie sich dass das Auto von der Wäsche vollständig getrocknet ist und nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist.

Bei der Wahl der Politur müssen Sie sich nach dem Zustand Ihres Autolacks richten. Sind im Lack weder Kratzer noch Verwitterungen sichtbar, so reicht das Auftragen von Hartwachs. Hartwachs ist ausschließlich zum Versiegeln und für neuen Glanz geeignet, Minikratzer lassen sich damit nicht entfernen.

Politur hingegen beinhaltet kleine Schleifpartikel, welche kleine Kratzer in dem Lack entfernen können, tiefe Kratzer (bis auf die Grundierung) können damit nicht entfernt werden.
ACHTUNG! Eine Politur ist im Endeffekt eine Entfernung von Lack, darüber sollte man sich bewußt sein!
Polituren gibt es für verschiedene Grade von Verwitterungen (matt bis glänzend). Die Polituren für verwitterte Lacke haben grobe Schleifpartikel, mit denen viel Lack weg geschliffen wird. Nehmen Sie diese Politur nicht für neuwertige Lacke, damit können Sie Ihre Lackierung beschädigen!!!

Mit dem richtigen Mittel und etwas Zeit können Sie die Optik des Pkws deutlich verbessern. Gut poliert ist halb lackiert.

Die Verwendung von Hartwachs und Politur ist identisch.

Tragen Sie die Politur/Hartwachs mit einem weichen und staubfreien Lappen gleichmäßig auf den Lack auf.
Da, wo sich Kratzer im Lack befinden reiben Sie verstärkt mit dem Lappen, damit die Schleifpartikel in der Politur den Kratzer nach und nach rauspolieren.
Gegebenfalls schleifen Sie mit 2000er Schleifpapier den Klarlack rund um den Kratzer VORSICHTIG!!! an. Maschinell geht das alles gründlicher und schneller!
Warten Sie bis das Mittel getrocknet ist und sich ein matter Schleier auf dem Lack gebildet hat.
Nun entfernen Sie den Schleier mit Polierwatte mit kreisförmigen Bewegungen oder durch den Gebrauch einer Poliermaschine. Achten Sie darauf, dass die Watte ausgewechselt wird, wenn sie dreckig ist, damit die Schmutzstoffe nicht weiter verrieben werden.

Eine Alternative zur Politur ist die Nanoversiegelung:

Fahrzeuglack lässt sich heutzutage wunderbar konservieren mit Nano-Lackversiegelung, die Ihr Fahrzeug wie eine Glasscheibe überzieht und einen dauerhaften Schutz gegen Schmutz bietet.
Vielen ist dies auch als Lotuseffekt bekannt.
Ihr Fahrzeug sieht aus wie frisch lackiert und weist einen Tiefenglanz auf, den man sonst lediglich von Klavierlack kennt.
Eine einzige Anwendung (wenn auch nicht ganz günstig) läßt Ihren Pkw in einem ganz neuen Glanz erscheinen, der über Monate hält.
Moderne Lackierereien bieten heutzutage eine Nano-Versiegelung an, fragen Sie lokal nach den Preisen.
 

Das Auto auch im Winter waschen:

Auch im Winter sollte man die Autowäsche nicht einstellen. Es ist zwar schade, wenn das Auto am nächsten Tag schon wieder schmutzig ist, aber die Wäsche dient im Winter auch eher dazu, Dreck und aggressives Salz vom Auto zu entfernen.
Gerade das Streusalz greift mechanische Teile, Gummis und Lack an, mit denen es in Kontakt kommt.
Das Gummi wird angefressen und löst sich auf. Schon können darunter liegende Teile angegriffen werden, die durch das Gummi nicht mehr geschützt sind. Vor allem am Radlager und den Bremsschläuchen kann so ein Schaden entstehen.
Vor der Wäsche ist eine Vorwäsche mit einem Hochdruckreiniger empfehlenswert, der Hochdruckreiniger kommt dabei in Ecken, die die Waschbürsten nicht erreichen und löst auch hartnäckigeren Schmutz.
Auch eine Unterbodenwäsche ist zum Ende des Winters sehr empfehlenswert!
Da man im Winter sein Auto nur schwer mit der Hand waschen kann, ist man auf eine gute Waschstraße angewiesen. Als besonders lackfreundlich haben sich Waschstraßen mit textilen Waschbürsten erwiesen. Sie sollten Waschbürsten mit Kunststoffbürsten vorgezogen werden.

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