Tuning

Heutzutage gibt es eine sehr große Auswahl an Fahrzeugen verschiedenster Hersteller.
Aber egal, welches Fahrzeug man auch besitzt, es gibt immer Fahrzeuge die genauso aussehen, wie das eigene. Um sich von der breiten Masse abzuheben, gibt es die Tuningbranche, die uns hilft, sein eigenes Fahrzeug den individuellen Vorstellungen anzupassen.

Die Tuningbranche bietet uns nahezu jedes Autoteil zum Austausch an, egal ob Alufelgen, Spoiler, Motoren, Sportendschalldämpfer oder Interieur. Jährlich werden circa vier Milliarden Euro mit dem Verkauf von Tuningteilen umgesetzt, Tendenz steigend.

Es gibt zwei Arten von Tuning für sein Auto.
Das häufigste Tuning kommt im Bereich der äußeren Optik (Exterieur)vor, wo das Auto mit Alufelgen, Spoilern, geänderten Stoßstangen, Seitenschwellern, Folien und Aufklebern verziehrt wird. Auch im Fahrzeuginneren(Interieur) kann man sein Auto aufwerten. Kleine Sportlenkräder, Alupedale, geänderte Beleuchtung, Schaltknäufe und auch der HIFI-Ausbau sind beliebt in der Tuningszene.
Die zweite Art des Tuning ist das Leistungstuning, bei dem versucht wird, die Leistung des Motors durch verbesserte Komponenten zu erhöhen und die Straßenlage zu verbessern. Dies wird u.a. erreicht durch Sportfahrwerke, Tieferlegungsfedern, Sportluftfilter, Sportauspuffanlagen, Chiptuning, Hubraumvergrößerung und schärferen Nockenwellen.

Das Chiptuning bietet mit Abstand die größte Leistungssteigerung bei Turbomotoren (ca. 25% Mehrleistung) und ist daher sehr beliebt.
Vor allem preislich ist Chiptuning sehr interessant, wobei auch hier gilt, lieber ein paar Euro mehr in Qualität investieren, da große Tuner auch Garantie auf Ihr Produkt und den Motor geben. Nur dort wird man auch ein TÜV-Gutachten für das Produkt bekommen.
Viele Computerfreaks haben sich selbst zum Chiptuner erklärt und meinen mit kopierter Software Geld verdienen zu können.
Doch Vorsicht! Chiptuning ist am besten individuell für jedes Auto abzustimmen. Bei Billigchips sollte man sich vor dem Kauf wirklich fragen, ob ein Motorschaden nicht mehr kostet als ein Chip vom Markenhersteller.

Wie funktioniert das Chiptuning?
Jeder Motor bekommt elektronisch über ein Steuergerät Signale, wann eine Zündung erfolgen muss und wieviel Benzin dafür benötigt wird.
Diese Daten sind auf einem Chip abgelegt, der in der Regel beschreibbar ist.
Allerdings sind die Daten des Chips darauf optimiert, dass der Motor eine lange Lebensdauer und dabei noch viel Leistung erzeugt.
Die Leistung ist nach oben hin optimierbar, allerdings möglicherwiese dann auf Kosten der Lebensdauer des Motors.
Mehr Leistung heißt, dass mehr Energie im Motor erzeugt wird. Diese Energie ist aber nicht 100% für den Antrieb verfügbar, über einen Wirkungsgrad wird nur ein Teil der Energie zur Antriebsenergie, der große Rest ist Wärme. Mehr Wärme bedeutet jedoch auch mehr Beanspruchung der Motorbauteile und erfordert auch eine höhere Kühlleistung.
Chiptuning heißt nun, dass der oben genannte Chip mit neuer Software beschrieben wird oder gegen einen anderen Chip ausgetauscht wird.
Alternativ gibt es auch externe "Powerboxen", welche zwischen Steuergerät und Motor eingebaut werden und die Steuerdaten dort verändern.

Legalität und Sicherheit gehen vor!

Gerade im Internet findet sich eine riesige Auswahl an Tuningmöglichkeiten für sein Fahrzeug. Hunderte von Onlinetuningshops verkaufen einem alles, was man sich wünscht.

Teilweise werden Tuningparts jedoch importiert und ohne ein gültiges TÜV-Gutachten ausgeliefert. Wer solch Teile an seinem Pkw verbaut, der riskiert eine Ordnungswidrigkeitenanzeige durch die Polizei.

Die Folge kann ein Bußgeld, Punkte in Flensburg, eine Stilllegung des Fahrzeugs und im äußersten Fall sogar die Sicherstellung des Fahrzeugs sein.
Besonders teuer kann es werden, wenn durch den unsachgemäßen Anbau ein Unfall verursacht wird und andere Personen verletzt werden.
Es kann daher nur an die Vernunft appelliert werden, nur Teile zu kaufen, die auch eine Freigabe durch den TÜV bekommen haben.

Über die schönsten Tuningmaßnahmen, was gerade noch machbar ist und auch über die Qualität von Tuningteilen wird unter anderem im Tuning Forum diskutiert.

Der aktuellster Tuningtrend dürfte neben Alufelgen wieder die LED-Tagfahrlichter sein.

Trendsetter für die Tagfahrlichter war ursprünglich der Audi R8, mitlerweile hat Audi diese schicken Leuchten in allen seinen aktuellen Modellen verbaut.
Andere Hersteller haben den Trend erkannt und statten ihre Fahrzeuge ebenfalls optional mit Tagfahrleuchten aus.
Die Zubehörbranche (z.B. Hella) hat den Trend erkannt und bietet nun ähnliche Leuchten als Zubehör für alle gängien Pkws an.
Der Einbau ist meist auch vom Laien machbar.
Preislich bewegen sich die Leuchten je nach Anbieter zwischen 25 und 200 Euro.
Beim Kauf dieser Tagfahrleuchten achten Sie auf die Kennzeichnung RL= Running-Lights. Diese beiden Buchstaben kennzeichnen die Leuchten als Tagfahrleuchten und sind zwingend vorgeschrieben. Finger weg von Baumarktprodukten, meist steht auf deren packung kleingedruckt, dass die Leuchten innerhalb der STVZO keine Zulassung haben. Ein sogenanntes E-Prüfzeichen ist auch keine 100%ige Gewährleistung für ein legales Produkt!
 
Aus rechtlicher Sicht sind Tagfahrlichter in Deutschland erlaubt, wenn sie richtig angeschlossen werden. Die Leuchtkraft dieser Scheinwerfer liegt weit unter der des Ablendlichts.

Fotos: saibotobias/pixelio und fanny18/aboutpixel 


Gleichgesinnte Tuningfreunde in der Nähe findet man auf unserer Partnerseite "Tuningsuche.de" - Wissen was geht...
 



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